Mit meiner Arbeit knüpfe ich an die Traditionen der Lautkunst, der avantgardistischen Lautdichtung vom Beginn des 20. Jahrhunderts an.

Von großer Bedeutung ist für mich die weitere Entwicklung der Lautdichtung im Kontext der deutschen konkreten Poesie, der französischen und italienischen Poesia Sonora und des Lettrismus.

Carlfriedrich Claus (1930-1998)  mit dem ich in den 80er Jahren an einigen Kunstprojekten im Auftrag des Verlages der Kunst Dresden zusammen gearbeitet habe, gab den Anstoß zu weiteren Auseinandersetzungen mit dem eigenen Werk: ars scribendi / poesia sonora = Scribentismus, die scribentische Kunst. Sie besteht aus verschiedenen Lautzeichen, sowohl auf dem Papier (scribentische Notationen) als auch im Zeitraum während der Performance (visuelle Lautmassen).

Die scribentische Lautpoesie ist eine Dichtung, die das rationale Verstehen zugunsten der reinen Klänge ignoriert und auf emotionaler Ebene neue Kommunikationen zu schaffen sucht.

Info:

val.scher (at) lautland (dot) de

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